Computer Tomographie

Durch Computer Tomographie, kurz CT, können Bauteile dreidimensional rekonstruiert und analysiert werden. Dies kann besonders für Entwicklungsabteilungen oder komplizierte Fehlerdetektion interessant sein.

Durch CT wird es möglich, Bauteile mit Röntgentechnik zu rekonstruieren und umfangreich zu analysieren. Typische Anwendungen sind zum Beispiel Poren-Analyse, Wandstärken-Analyse, zerstörungsfreie Schliffbild-Analyse und viele weitere. Diese finden hauptsächlich in Entwicklungslaboren oder stichprobenartig während des Produktionsstarts statt.

CT Systeme teilen sich in zwei Kategorien auf: Die hoch-genauen Messysteme mit Mikrofokus Röhren und höchster Auflösung, und schnelle Lösungen, die Bauteile in der Produktionsumgebung prüfen können. Hierfür wurde bei VisiConsult das QUICKscan Verfahren entwickelt, wodurch Anwender die Möglichkeit haben, auswertbare Ergebnisse in bereits wenigen Minuten zu erlangen. Erst so wird die CT Prüfung in der allgemeinen Qualitätskontrolle ermöglicht und kann auch „In-Line“ ausgeführt werden. Durch den modularen Aufbau können fast alle Kabinen, wie z.B. die XRH111, zu jeder Zeit um CT ergänzt werden – dadurch wird keine kostspielige Neuanschaffung fällig. Der Wechsel zwischen CT, visueller Inspektion oder sogar ADR kann in wenigen Sekunden vollzogen werden und ermöglicht eine ungeahnte Inspektionsflexibilität.

  • Rekonstruktion von Bauteilen durch Röntgentechnologie
  • Vollautomatische Fehlerauswertung durch In-Line CT und automatisiertes Bauteil-Handling
  • In Zusammenarbeit mit Volume Graphics (VGStudio)
  • Hochauflösende „Cone-Beam“ Scans ganzer Bauteile
  • Schnelle Rekonstruktion (< 3 min) durch QUICKscan
  • Horizontale Messkreiserweiterung, Stitching und Helix-Scan
  • Umfangreiche Poren-Defektanalyse, Wandsträrkenanalyse und CAD-Vergleich

Durch den Einsatz von Computer Tomographie ist es möglich, komplexe Fehlerbilder, wie zum Beispiel Delaminationen in Verbundwerkstoffen oder Wandstärkenabweichungen, zu erkennen. Hiermit wird die herkömmliche digitale Radiographie um eine Dimension erweitert. Somit können auch CAD Modelle auf wertvolle Bauteile projiziert werden, um zu prüfen, ob durch die weitere Verarbeitung Poren offen gelegt werden. Materialingenieure können dann interaktiv die Bearbeitung an die Fehlergegebenheiten anpassen. So kann der Ausschuss von teuren Bauteilen deutlich reduziert werden. Auch in der Entwicklung von neuen Fertigungsverfahren, wie zum Beispiel innovativen Gussprozessen, ist es hilfreich, Fehlerverteilungen oder sogar Formen direkt zu analysieren. Durch die Verwendung von CT wird gegenüber zerstörenden Verfahren deutlich Zeit gespart.

VisiConsult bietet ein umfangreiches Portfolio an Automatisierungslösungen an. Hierbei kann neben der automatischen Bildauswertung bzw. Fehlererkennung (ADR) auch das sogenannte In-Line CT genutzt werden. Dafür wird der Rekonstruktions- und Analyseablauf in Sequenzen hinterlegt. Wie aus dem normalen ADR bekannt, können Objekte nach Fehlergrößen, Arten oder Distributionen behandelt werden. Durch den QUICKscan ist diese Prüfung auch in der Massenproduktion bei Bauteilen mit höchsten Prüfanforderungen umsetzbar.