Xplus Image Enhancement

Durch digitale Bildverarbeitung können Röntgenbilder von Anwendern leichter interpretiert werden. Durch eine Vielzahl von Filtern und Algorithmen werden Objektdefekte in wenigen Klicks hervorgehoben. Diese Prozesse können durch das Xplus auch automatisiert werden.

Die digitale Röntgentechnik bietet etliche Vorteile gegenüber analoger Filmtechnik. So können Röntgenaufnahmen nachträglich zerstörungsfrei bearbeitet werden, um spezifische Defekte herauszuarbeiten. Ein besonderes Feature ist die Grauwert-Aufspreizung bzw. Window-Leveling. Da moderne Flachbild-Detektoren über bis zu 16 bit verfügen, können Bildverarbeitungssysteme auf bis zu 65000 Grauwerten operieren. Das menschliche Auge nimmt allerdings lediglich 256 Grauwerte wahr. Durch gezieltes Fokussieren auf einen bestimmten Bereich können Grauwertunterschiede so besonders herausgearbeitet werden. Diese Spreizung lässt sich mit dem Xplus für bestimmte Bereiche (ROIs) individuell festlegen. Dadurch ist es für Anwender deutlich leichter, Defekte zu erkennen. Eine Darstellung aller Bereiche ist durch Histogramm-Leveling möglich. Hierbei werden die Grauwerte in den 8 bit Bereich projiziert und dadurch der höchste Dynamikumfang erreicht. Anwender können dann in alle Dickenbereiche gleichzeitig gucken und bei Bedarf in fragliche Bereiche „reinzoomen“.

Besonders in digitalen Systemen ist es notwendig, das sensorbedingte Rauschen zu reduzieren. Im analogen Fall wird dies durch lange Belichtungszeiten erreicht. Das Xplus nutzt hier ein komplexes Mitteilungsverfahren (Averaging). Dabei wird basierend auf detektorspezifischen Kalibrierungsdaten ein möglichst niedriges Signal zu Rausch Verhältnis (SNR) erreicht. Zur Bildverbesserung werden Filter, wie Kontrastverstärkung, Lookup-Tables, Farbcodierung, Kompassfilter, Embossfilter, FFCE und viele weitere verwendet. Diese können beliebig kombiniert werden, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Weiterhin können sie auch flexibel wieder entfernt werden. Durch den umfangreichen VisiConsult „Filter Builder“ können erfahrene Anwender komfortabel eigene Vorlagen erstellen und speichern. Diese sind per „Hotkey“ jederzeit im Prüfablauf abrufbar.

  • Umfangreiche vordefinierte Filter-Vorlagen
  • Komfortabler „Filter Baukasten“ für neue Filtersequenzen
  • Zerstörungsfreies Arbeiten durch reversible Filter
  • LiveFilter: Echtzeit Rauschreduzierung und Bildverbesserung
  • Inversion (Film-Modus) und Frabkodierung der Röntgenbilder
  • Dynamische und statische Rauschunterdrückung

Besonders Anwender aus der Filmtechnik haben oftmals Probleme mit der Positivdarstellung der digitalen Röntgenbilder. Aus diesem Grund kann die Darstellung temporär oder dauerhaft negativiert werden. Ungeübte Anwender bevorzugen manchmal auch die Farbkodierung. Hierbei fallen einige Defekte besonders gut auf. Der VisiConsult „Pseudo 3D“ Modus projiziert die Bilddaten in den dreidimensionalen Raum und kann auch zur Auswertung herangezogen werden.

Von besonderer Bedeutung für die Praxis sind die Xplus Prüfsequenzen. So kann jede Funktion der Software von Prüfverantwortlichen automatisiert werden. Anwender können diese Sequenzen dann mit einem einzigen Klick ausführen. Dadurch wird eine maximale Prozesssicherheit und Effizienz gewährleistet. Besonders in sicherheitsrelevanten Bereichen, wie der Luft- und Raumfahrt, müssen bildgebende Systeme bewährt und zertifiziert sein. Das VisiConsult Xplus erfüllt diese Voraussetzungen durch etliche Referenzen und bestehende Zertifizierungen nach NADCAP, Boeing, ASTM und vielen Weiteren.

Durch die digitale Röntgentechnik ist es erstmals möglich, Objekte in Bewegung zu prüfen. Um auch hier brillante Röntgenbilder mit hohem Dynamikumfang (HDR) zu erreichen, bietet das Xplus bereits in der Basisversion die LiveFilters und das MotionDetect an. Diese ermöglichen eine Real-Time Rauschreduzierung und Bildverbesserung. Getreu unserem Motto „Discover the Invisible!“ helfen wir Ihnen, anspruchsvollste Prüfanforderungen in die Praxis umzusetzen.